Waldtage 2007

Waldtage am Jägersee am 16. u. 17. Juni

Zum Erlebniswochenende am Eppinger Jägersee hatten die Stadt Eppingen, das Forstamt Außenstelle Eppingen und die Interessengemeinschaft Jägersee alle Naturliebhaber eingeladen.

Der erste Programmpunkt lag noch vor der Eröffnung. Zu einer besondere Führung „Halbe nach Fünf“ hatte die Ornischule Zaberfeld eingeladen. 21 Frühaufsteher lauschten auf der Chartaque, unterhalb des Ottilienbergs den Stimmen verschiedener, im Eppinger Hardtwald heimischer Vögel. Mönchsgrasmücke, Zilpzalp, Pirol, Rotkehlchen, Ringeltaube, Grün- u. Mittelspecht und viele andere gaben sich zu erkennen. Ausgerüstet mit Ferngläsern und dank der hilfreichen Tipps des Referenten Ralf Gramlich, gelang es einen Teil der Vögel auch ausfindig zu machen. Nach der kurzweiligen, zweistündigen Führung trafen sich alle Teilnehmer zum gemeinsamen Frühstück und weiteren Informationsaustausch in Villa Waldeck.

eroeffnung_bigZur offiziellen Eröffnung der Veranstaltung, um 14.00 Uhr hatte sich dann eine stattliche Anzahl Prominenz aus Wirtschaft und Politik am Startpunkt des neuen Eppinger Waldfühlpfades versammelt. Umrahmt von den Jagdhornbläsern Kraichgau-Steinsberg eröffnete Oberbürgermeister Klaus Holaschke die „Waldtage“ und damit auch den Eppinger „Waldfühlpfad“. Eine Einrichtung, die der Stadt über das Heimattagejahr hinaus erhalten bleiben wird. Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch und MDL Ingo Rust waren gerne wieder einmal der Einladung nach Eppingen gefolgt und testeten beim ersten Rundgang gemeinsam mit dem Oberbürgermeister ihr Können im Holzsägen. An den 30 Stationen entlang des Rundweges wurde den Besuchern alles nur erdenkliche zum Thema Wald geboten. Für Kinder besonders interessant, das vom BUND angebotene Baumklettern, die Floßfahrt auf dem See, der Blick in Nistkästen aber auch die Vorführungen mit modernsten aber auch traditionellen Maschinen in der Waldbewirtschaftung. Weitere Attraktion war der 20 m hohe, um eine Esche herum gebaute Gerüstturm , der von jung und alt zu besteigen war. Auch am Stand des Bogenbauers waren alle Generationen anzutreffen.

 

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Es lag wohl am unbeständigen Wetter, dass der Samstag eine überschaubare Besucherzahl an den Jägersee zog. Dafür riss am Sonntag die Schlange der Waldinteressierten, die per Auto, Fahrrad oder auch zu Fuß in Richtung See strömten nicht mehr ab. Der eingesetzte Shuttle-Bus musste Sondertouren fahren um die vielen Fahrgäste befördern zu können. Der von vielen erwartete Landwirtschaftsminister Hauk sagte sein Kommen zwar kurzfristig ab, aber dem Programm tat dies keinen Abbruch. Erstklassig die musikalische Eröffnung durch die Jagdhornbläser Kraichgau-Steinsberg, die ein unwahrscheinlich breit gefächertes Repertoire zu bieten hatten. Äußerst interessant die Vorführungen und Informationen zum Thema Jagdhunde und Falknerei. „Tiefen Seegang“ hatte am Nachmittag das Floß der Kolpingfamilie. Und dennoch riss die Warteschlage am Steg nicht ab. Obwohl die Floßfahrer teils knietief im Wasser standen, der Spaß war den überwiegend Jugendlichen ins Gesicht geschrieben. Auch die Baumkletterer wurden nicht müde und der Barfußpfad lockte sowieso alle Altersschichten.

Dass der Wald Erholung bietet, das konnten die Besucher im wahrsten Sinne des Wortes erleben. Tausende Besucher und dennoch kein Gedränge oder Geschiebe. Alles verteilte sich auf den großzügigen Flächen und Wegen rund um den Jägersee. Ein ganz großes Lob den Organisatoren vom Forstamt Außenstelle Eppingen und dem Arbeitskreis 8 der Heimattage Baden-Württemberg, allen Mitwirkenden und der IG Jägersee für die hervorragend organisierte Bewirtung.

 

Flyer der Waldtage 2007